Cornelia Sonnek, Pianistin

Cornelia Sonnek, Anfang dreißig, ist bereits Mitte der Neunziger Jahre erfolgreich als Solistin gestartet. Nach einer schicksalsbedingten, mehrjährigen Karrierepause macht sich die inzwischen in München lebende Pianistin zunehmend vorallem als Mozart-Interpretin einen Namen.

Ihre Liebe zur Musik und zum Klavier reicht weit zurück in ihre Kindheit. Ihre Eltern - der Vater Astrophysiker, die Mutter Chemikerin und Mathematikerin - fördern die frühe Begeisterung und besondere Begabung der kleinen Tochter für die klassische Musik. Mit sieben Jahren (1981) erhält Cornelia Sonnek bereits am Mainzer Konservatorium ihren ersten Klavierunterricht bei Ingeborg Müller-Sachse und bei Maciej Lukaszcyk in Darmstadt.

Während ihrer Schulzeit gewinnt sie erste Preise bei "Jugend musiziert" und Preise beim "Internationalen Steinway-Klavierwettbewerb" in Berlin und beim "35. Internationalen Klavierwettbewerb für junge Pianisten" in Ettlingen.

Mit vierzehn wird Cornelia Sonnek 1987 in die Privatklasse von Professor Elza Kolodin an der Musikhochschule Freiburg aufgenommen. 1989, zwei Jahre vor dem Abitur und als hochbegabt eingestuft, setzt sie ihre Ausbildung - nun als Jungstudentin - bei Professor Elza Kolodin und Professor Robert D. Levin fort. Bei ihm beginnt sie auch ihr reguläres Studium im Hauptfach Klavier an der Musikhochschule Freiburg, 1993 wechselt sie nach erfolgreichem Vordiplom zu Professor Bernd Glemser an die Musikhochschule des Saarlandes.

In Saarbrücken schließt sie 1996 ihr pädagogisches Diplom im Hauptfach Klavier mit Höchstpunktzahl ab, folgt Professor Bernd Glemser nach Würzburg und macht hier auch ihr künstlerisches Diplom im Hauptfach Klavier mit Höchstpunktzahl. 1998 wird Cornelia Sonnek in die "Meisterklasse" aufgenommen, den letzten Aufbaustudiengang für Pianisten, den sie 2000 erfolgreich abschließt.

Noch als Studentin vertritt Cornelia Sonnek im Rahmen ihres vierjährigen Lehrauftrags eine Klavierprofessur der Würzburger Musikhochschule im Hauptfach Klavier. Vier Jahre lang ist sie dort auch Lehrbeauftragte für den Nebenfach-Klavierunterricht und Korrepetition.

Cornelia Sonnek besucht zwischen ihrem vierzehnten und vierundzwanzigsten Lebensjahr Meisterkurse u.a. bei den Professoren James Avery, Eduard Brunner, Matthias Deutsch, Elza Kolodin, Stefan Littwin, Vitaly Margulis, Dominique Merlet, Edith Picht-Axenfeld, Karl-Heinz Kämmerling und Menahem Pressler und arbeitet mit dem Geiger Dimiter Ivanov und dem Cellisten Themistokles Vagenas zusammen.

1999 erscheint Cornelia Sonneks erste Tonaufnahme als Benefiz-CD für das Deutsche Rote Kreuz, 2001 mit "Aufforderung zum Tanz" bei Ars Musici ihre zweite CD. Rundfunk-aufnahmen beim Südwestrundfunk, Hessischen Rundfunk und dem Saarländischen Rund-funk, Solo- und Kammermusikkonzerte (durch Deutschland und das Europäische Ausland) folgen. Aufgrund ihres großen sozialen Engagements ist Cornelia Sonnek auch ein gern gesehener Gast bei Konzertveranstaltungen der Richard-Wagner Gesellschaft, der Lions, Leos und Rotarier. Im Auftrag der Deutschen Stiftung UNO Flüchtlingshilfe (DSUF) und des Deutschen Roten Kreuzes organisiert und spielt sie u.a. Benefizkonzerte.

Seit kurzem arbeitet Cornelia Sonnek mit dem Pianisten Igor Kamenz zusammen und u.a. an einer neuen CD, die im nächsten Jahr erscheinen wird.

"Was mich treibt, hat vor allem mit dem Wunsch zu tun, auch und besonders jungen Menschen die klassische Musik nahezubringen. Wir müssen auch als Künstler selbst mehr dazu beitragen, dass wir die Jugend für die Klassik begeistern. Ich fände es sehr schade, wenn die Musik, die ich so liebe, mit der Zeit in der Versenkung verschwände, weil wir in Elternhaus, Schule und auch seitens der Musikwirtschaft zu wenige Anreize für die jungen Leute schaffen. Wir haben hier ein einzigartiges Kulturgut von unglaublich großem Wert, das wir aufrechterhalten und weitertragen müssen. Es mag pathetisch klingen: ich will meinen Beitrag dazu leisten."

München, Oktober 2007
Cornelia Sonnek

Cornelia Sonnek